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Malteser Hospizdienste Dortmund

Sterbebegleitung Wie und Warum?

Die letzte Wegstrecke müssen Kranke nicht alleine gehen

Die Hospizdienste St. Christophorus widmen sich Schwerstkranken, Sterbenden und ihren Angehörigen. Sie setzen sich dafür ein, dass Kranke im seelischen Bereich gut und warmherzig begleitet und möglichst schmerzfrei den letzten Abschnitt ihres Lebensweges gehen.

Diese Begleitung kann ambulant, aber auch während eines stationären Aufenthaltes geschehen. Sie schließt Entlastung von pflegenden Angehörigen ein. Wichtig ist vor allem das Angebot von Gesprächen mit dem Kranken. Aber auch die Begleitung bei Spaziergängen und Arztbesuchen oder die gelegentliche Übernahme von Sitzwachen gehören zu den Aufgaben der Hospizhelfer. Sterbende sollen die sicher oft schwierige letzte Wegstrecke in einem Klima äußerer und innerer Geborgenheit gehen können, geachtet in ihrer Würde und Unverwechselbarkeit. Wir wollen sie da unterstützen, wo sie das Bedürfnis nach Hilfe und Anlehnung haben. Immer stehen sie im Mittelpunkt.

Wer sich der Hospizarbeit verschreibt, wird in Theorie und Praxis für die Begegnung und das Beisammensein mit Kranken vorbereitet. Viele der ehrenamtlichen Mitarbeiter haben diese Aufgabe gewählt, weil Sterben in unserer Gesellschaft ein abgelehntes und verdrängtes Thema sind. Der Abschied von Leben beginnt ja mit der Prognose, dass keine Aussicht auf Heilung mehr besteht. In dem Prozess der Trauer, der in diesem Augenblick einsetzt, ist es wichtig, einen verschwiegenen und verständnisvollen Wegbegleiter zu haben.

Keine Hospizhelferin, kein Hospizhelfer, trägt seine ehrenamtliche Arbeit als Aushängeschild vor sich her. Aber gelegentlich ergibt es sich, dass vor anderen Menschen davon die Rede ist. Dann kann es sein, dass eine Gesprächsrunde plötzlich verstummt. Zuweilen spürt man auch ein erschrockenes Abrücken. Aber das beweist eigentlich nur, wie viel Ratlosigkeit, wie viel Hillosigkeit mit dem Thema STERBEN verbunden ist. Unsere Gesellschaft hat weitgehend das Bewusstsein dafür verloren, dass Leben auf eine natürliche Weise endlich ist. Nur langsam zeichnet sich da ein Umdenken ab. Umso wichtiger erscheint das Hilfsangebot der Hospizdienste. Sterben ist nämlich auch Leben. Und Sterbebegleitung ist eine Arbeit, die den Einsatz von Kopf und Herz lohnt.

(Helga Windgassen)

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