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Malteser Hospizdienste Dortmund

Ehrenamtliche Mitarbeit


Aufgaben unserer Ehrenamtlichen

  • Begleitung von schwerstkranken und sterbenden Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen
  • Begleitung von Angehörigen, Eltern und Geschwistern
  • Begleitung von Trauernden
  • Begleitung von einsamen älteren und/oder chronisch kranken Menschen
  • Begleitung durch Telefonate
  • Unterstüzung bei der Öffentlichkeitsarbeit
  • Mithilfe im Büro und bei der Organisation von z.B. Veranstaltungen
  • regelmäßige Teilnahme an Fortbildungen



Mit tiefem Vertrauen beschenkt

Jeder, der im Hospizdienst arbeitet, kennt solche Gespräche:
„Was machen Sie – Sterbebegleitung???!
Das könnte ich nicht!
Das muss aber schwer sein!
Alle Achtung! Das kann nicht jeder!
Wie halten Sie das aus?“

Die unüberhörbaren Abwehrstrategien, die in solchen Äußerungen enthalten sind, sind ein deutliches Indiz für die Angst vor Tod und Sterben in unserer Gesellschaft. Obwohl Fortschritte in der Akzeptanz erkennbar sind, beweisen solche Äußerungen, wie weit wir noch davon entfernt sind, die Endlichkeit allen Lebens als ein Stück Normalität zu verstehen. Und auch die Selbstverständlichkeit des Beistands für Sterbende ist noch längst nicht in unserem Alltag angekommen.
Unausgesprochen und unterdrückt steckt in solchen Äußerungen auch eine Frage nach der Motivation der Begleiter. Die deutliche und direkte Frage müsste lauten: Warum tun Sie das? Warum gehen Sie an Sterbebetten?
In einer Gesellschaft, die Leistung fast selbstverständlich an dem daraus resultierenden Einkommen misst und bewertet, löst ein freiwillig unentgeltlicher Einsatz notwendigerweise Befremden aus.
Wenn schon nicht Geld – wo ist der Nutzen für den, der Zeit und Kraft aufwendet, um Schwerkranken beizustehen und Sterbende auf ihrer letzten Wegstrecke zu begleiten? Kurz: welche Motivation haben Menschen, die sich für Mitarbeit im Hospiz zur Verfügung stellen?

Am Beginn solcher Mitarbeit wird immer die Auseinandersetzung mit der eigenen Endlichkeit stehen müssen. Sie ist eine Voraussetzung dafür, dass das Sterben anderer angenommen werden kann. Tod ist mehr als eine Niederlage der Medizin. Eine Antenne für seine spirituelle Dimension ist sicher unverzichtbar.
Die Freude an sozialem Engagement kann ein weiteres Motiv sein, wenn der Helfer/die Helferin hofft, für Menschen in existentieller Grenzsituation ein Halteseil zu sein. Auch Dankbarkeit für selbst empfangene Hilfe ist zuweilen ein Beweggrund, sich der Hospizarbeit zu verschreiben.
Ungleich einfacher ist es, den Gewinn der Begleitungsarbeit für den Begleiter zu beschreiben. Er erlebt Vertrauen als großes Geschenk, erfährt die besondere Dichte menschlicher Beziehungen in einer Grenzsituation. Das Wichtigste: Wer in der Sterbebegleitung arbeitet, löst sich bewusst von einem Zeitgeist, der Gewinn mit materiellem Gewinn gleichsetzt.
Wenn Sie sich von solchen Perspektiven angesprochen fühlen: sprechen Sie uns an! Wir freuen uns über Menschen, die bei uns mitarbeiten wollen. Sie sind willkommen!

Helga Windgassen


Ein Auffangnetz für die Familie

Wie sich Hilfen für Kinder und Erwachsene in der Betreuung verzahnen
Inzwischen werden die Malteser Hospizdienste in Dortmund auch von „Profis der Kinder- und Jugendhilfe in Dortmund als INFOPOINT genutzt.
Es hat sich herumgesprochen: hier sind Unterstützungsangebote für Kinder/Jugendliche, in deren familiärem Umfeld schwere Erkrankung, Sterben, Tod und Trauer Thema geworden sind, zu bekommen.
Die Vielfältigkeit unseres Dienstes ermöglicht es uns, genau auf die Wünsche der einzelnen Familienmitglieder einzugehen.
In Vorgesprächen mit den KoordinatorInnen wird mit der Familie besprochen, für wen ein Hilfsangebot gewünscht wird.
Dies kann und darf sich im Verlauf der Begleitung wieder ändern und kann dann auch neu abgestimmt werden.

Hierzu ein Beispiel:
Familie K., der Vater ist schwer erkrankt. Es ist ein Ausnahmezustand für die Familie. Alle sind sehr dünnhäutig geworden, machen sich Sorgen umeinander. Seit etwa 5 Wochen wird der Vater ehrenamtlich von Herrn R. vom ambulanten Hospizdienst begleitet.
Zu Marius, dem 7 j. Sohn derselben Familie, kommt einmal wöchentlich Frau L., ehrenamtliche Mitarbeiterin des Kinder- und Jugendhospizdienstes.
Die Aufgabe der beiden?
Sie sind da für vertrauliche Gespräche, sie haben offene Ohren für die Ängste und Nöte des Kranken, seiner Frau und des kleinen Marius - und eine Antenne für das was sie erfreut. Sie schenken Zeit, Entlastung in einer Zeit der Anspannung, Freiraum für das was gut tut.
Für Marius bedeutet dies: ein vertrauter Mensch hat Zeit, mit ihm Tischtennis zu spielen oder mit ihm zu malen, vielleicht ein Bild, mit dem er seine Sorgen ausdrücken kann! Oder sie backen miteinander einen Kuchen. Das tollste für Marius ist, wenn Frau L. mit ihrem Hund zu ihm kommt aber ihm auch bei den Hausaufgaben hilft.
Die Ehrenamtlichen sind einfach da, bereit für das, was an diesem Tag nötig ist, sie ermöglichen Freiräume, eine Atempause, die die Kräfte und Ressourcen der Familie wieder wachsen lassen kann.

Weitere Informationen

Unser Spendenkonto: Malteser Hilfsdienst e.V.  |  Pax-Bank  |  IBAN: DE15370601201201216024  |  BIC / S.W.I.F.T: GENODED1PA7