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Malteser Hospizdienste Dortmund

Kinder- und Jugendhospizdienst

Der ambulante Kinder- und Jugendhospizdienst der Malteser …

  • begleitet Familien, in denen Kinder oder Jugendliche eine fortschreitende, lebensbedrohende oder lebensverkürzende Erkrankung haben: zuhause, in einer Pflegeeinrichtung, im Krankenhaus.
  • begleitet Kinder und Jugendliche schwersterkrankter Eltern oder Großeltern.
  • schenkt Zeit für Gespräche.
  • hat Zeit für die Geschwister und organisiert Treffen mit anderen Kindern und Jugendlichen.
  • sucht mit den Familien nach Möglichkeiten, sie im Alltag zu unterstützen und zu entlasten.
  • begleitet Kinder und Jugendliche in ihrer Trauer.

Unser Angebot ist unabhängig von Religionszugehörigkeit und Nationalität. Alle Angebote sind kostenfrei und unbürokratisch.


Fabian und Ben* tauchen unter

Fabian, 10 Jahre, und Ben, 13, wissen: einer ihrer nahen Angehörigen ist unheilbar krank. Wenn Bruder oder Schwester, Mama oder Papa, Oma oder Opa unheilbar erkrankt ist, dann kann das die jungen Angehörigen emotional sehr stark belasten. Regelmäßig organisieren daher die Malteser Hospizdienste St. Christophorus in Dortmund kleine Auszeiten für junge Angehörige. Diesmal ermöglichte der Tauchsportclub Dortmund e.V. 1959 mit der Einladung zum Schnuppertauchen einen spannenden Abend.

Um 19:30 Uhr warten Fabian und Ben, beide absolut sportbegeistert, schon aufgeregt im Eingangsbereich des Hallenbads in Dortmund-Brackel. Auch ihre Väter sind mitgekommen. Wolfgang Wurm, erfahrener Taucher mit Trainer C Lizenz beim TSC Dortmund, begrüßt die vier. Da gerade Hochbetrieb herrscht, nimmt er die kleine Gruppe mit in eine ruhigere Ecke. Hier gibt es für die Schnuppertaucher direkt eine Einheit Theorie: Was bedeutet „Druckausgleich“? Warum ist das so wichtig und wie wird das genau gemacht? 

Doch grau ist alle Theorie. So geht es schnell weiter in die Umkleide und dann direkt an den Beckenrand: Flossen, Brillen und Jacket –Wolfgang Wurm sucht die passende Taucherausrüstung für die kleinen und großen Taucher aus. Die Aufregung steigt: Denn jetzt wird das Drucklufttauchgerät, bestehend aus einer Druckluftflasche, einem Atemregler und dem Jacket zusammengebaut. „Kann man damit wirklich Unterwasser atmen?“ fragen sich die beiden Jungs. Einige Bedenken stehen ihnen ins Gesicht geschrieben.

Doch dafür bleibt kaum Zeit: Mit Unterstützung von Vereinsmitgliedern ziehen sie die Ausrüstung an und dann geht es hinein ins Becken. An ihrer Seite sind drei erfahrene Taucher des TSC Dortmund. Eine Dreiviertelstunde lang gewöhnen sich die Schnuppertaucher an das Tauchen mit dem Druckluftgerät. Mit zunehmender Routine schwinden die Bedenken. Und dann kommt auch der Spaß nicht zu kurz: Unter Wasser spielen sie sich einen mit Salzwasser gefüllten Ball zu. „So tief bin ich noch nie getaucht“, berichtet Fabian stolz, als er zwischenzeitlich kurz auftaucht. An der tiefsten Stelle ist das Becken 3 ½ Meter tief.

„Wenn junge Angehörige mit anderen Kindern und Jugendlichen, die auch ein unheilbar erkranktes Familienmitglied haben, etwas unternehmen, einfach eine schöne Zeit erleben, dann nehmen sie eine tolle Auszeit. Das tut einfach gut“, sagt Annika Dönhoff Koordinatorin im ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst der Malteser in Dortmund. Sie freut sich, dass der Verein diese Auszeit ermöglicht. „Dabei genügt oft schon das Wissen, dass es den anderen in der Runde ähnlich geht und man nichts groß erklären muss.“

Fabian und Ben haben jedenfalls heute einen spannenden Abend gehabt. Als Erinnerung nehmen sie eine Tauch-Urkunde mit – und sogar Fotos, die mit einer speziellen Unterwasserkamera aufgenommen wurden.

Insgesamt begleiten die Hospizdienste der Malteser 11 minderjährige Angehörige von unheilbar erkrankten Menschen. Klettern im Hochseilgarten, Bogenschießen, gemeinsam Plätzchen backen oder eine Runde Monopoly spielen – die Malteser richten sich ganz nach den Bedürfnissen der jungen Menschen. Der nächste Aktionstag für junge Angehörige findet Anfang 2019 statt. Weitere Infos dazu unter

*Namen geändert

Autor: Frank Kaiser


Tag der Kinderhospizarbeit: Dada Peng mit "Superhelden fliegen vor - vom Glück gelebt zu haben"

Anlässlich des Tags der Kinderhospizarbeit feiert Dada Peng (bürgerlicher Name Mirko Klos) am 10.02.18 um 19.00 Uhr in der Pauluskirche Dortmund den Moment und das Leben. In der Premiere seines neuen Soloprogramms „Superhelden fliegen vor – vom Glück gelebt zu haben“ präsentiert er StandUp, Songs und Poesie. Der Malteser Kinder – und Jugendhospizdienst ist der Veranstalter und freut sich, dass Dada Peng in seiner Heimatstadt Dortmund zum aller ersten Mal, sein neues Bühnenprogramm präsentiert.

Der Ehrenpreisträger des Deutschen Hospiz- und PalliativVerbands Dada Peng hat über 150 Konzertlesungen „vom Leben und Sterben“ in ganz Deutschland gehalten. Nun legt er sein Buch zur Seite und erzählt ganz frei und offen von seinem Leben als Weltreisender, vom Sterben, von Begegnungen in Indien, New York und Tokio, von seinem Eintauchen in die Weltreligionen und von seiner Arbeit als ehrenamtlicher Hospizmitarbeiter und Sterbebegleiter.

Die Frage, die allen Geschichten, Songs und Gedichten zu Grunde liegt lautet: Was geschieht während des Sterbens und was erwartet uns nach dem Tod? Dada Peng fragt sich, wie die Hospize der Zukunft aussehen, warum manche Menschen schon in jungen Jahren sterben und wie er selbst einmal sterben mag.
Ein fröhlicher, kraftvoller Abend und eine Feier des Augenblicks!

 

Samstag, 10. Feburar 2018 19 Uhr

Pauluskirche Dortmund, Schützenstr. 35

Eintritt frei, wir bitten um eine Spende!

 

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Arbeitsgemeinschaft ambulante Kinder- und Jugendhospizdienste im Ruhrgebiet

Der Malteser Kinder- und Jugendhospizdienst in Dortmund begleitet derzeit 23 Familien in denen ein Kind oder Jugendlicher an einer lebensverkürzenden oder lebensbedrohlichen Erkrankung leidet. Die Begleitung erfolgt im häuslichen Umfeld der Familien. Dabei unterstützen die Mitarbeiter_innen die Familie individuell als Gesprächspartner, Ratgeber und Vermittler weiterer Hilfsangebote. Die Begleitung kann von der Diagnosestellung bis über den Tod des Kindes hinaus gehen.

Im Ruhrgebiet begleiten 9 ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienste in unterschiedlicher Trägerschaft. Sie  haben ihre Standorte im Ruhrgebiet bzw. in angrenzenden Städten und Gemeinden mit Orientierung zum Ruhrgebiet. In der Arbeitsgemeinschaft treffen sie sich regelmäßig zum kollegialen Erfahrungs- und Informationsaustausch. Ein wichtiger Bestandteil ihrer Arbeit ist die Verbreitung der Hospizidee sowie der spezifischen Inhalte der Kinderhospizarbeit in der Öffentlichkeit.

Auf dem Foto von links: Karin Budde (amb. Malteser Kinder- und Jugendhospizdienst, Dortmund), Ulrike Söth (amb. Kinderhospizdienst Sternentreppe, Caritas Hagen), Andrea Kleinefehn (amb. Kinder- und Jugendhospizdienst im Malteser Hospizzentrum St. Raphael Duisburg), Sandra Westhoff (amb. Kinderhospizdienst Recklinghausen, dt. Kinderhospizverein), Alexandra Rose (amb. Kinderhospizdienst Gladbeck, dt. Kinderhospizverein), Barbara Drepper (Kinderhospizdienst Sternentreppe, Caritas Hagen), Annette Weber (amb. Kinderhospizdienst Unna, dt. Kinderhospizverein), Kornelia Smailes (amb. Kinder-/Jugendhospizdienst Bergisch Land, Caritasverband Wuppertal/Solingen), Inge Plais (amb. Kinderhospizdienst im Kinder-Palli-Netzwerk Essen)


Was bedeutet Glück für mich?

 

Diese Frage wurde den Kindern und Eltern gestellt, die von unserem ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst begleitet wurden.
Aber auch Ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Dortmunder Bürgerinnen und Bürger haben wir diese Frage gestellt.

Statt einer mündlichen oder schriftlichen Antwort wurden die Befragten gebeten, eine Holzscheibe zu bemalen. Dadurch entstanden viele ganz unterschiedliche Kunstwerke.

Die "Glücksräder" wurden dann allen Interessierten während des Dankgottesdienstes, anlässlich des 10 jährigen Jubiläums des Malteser Kinder- und Jugendhospizdienstes Dortmund, präsentiert.


Weitere Informationen

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Kinder- und Jugendhospizdienst Dortmund

Tel. (0231) 8632902
Fax (0231) 8632905
dortmund.kinderhospizdienst(at)malteser(dot)org
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