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Malteser Hospizdienste Dortmund

Malteser Hospizdienste verabschieden Brigitte Windgätter

24 Jahre lang prägende Arbeit in der Sterbe- und Trauerbegleitung

02.06.2019
Silke Willing, Koordinatorin ambulanter Hospizdienst (rechts) lässt Brigitte Windgätters (links) Wirken Revue passieren. Foto: Anke Buttchereit
Das Team verabschiedet Brigitte Windgätter (2. von links). Foto: Simon Jost
Jürgen Fenneker, stellvertretender Stadtbeauftragter der Malteser in Dortmund, dankte mit einem berührenden Text. Foto: Simon Jost

Dortmund. Wer Brigitte Windgätter an ihrem Abschiedstag erlebt, kann es kaum glauben, dass sie bereits fast 80 Jahre alt ist und noch weniger, dass sie nun offiziell in den Ruhestand geht. Motivierend, energiegeladen und kreativ sind auch Worte, die Silke Willing, Koordinatorin im ambulanten Hospizdienst, stellvertretend für das ganze Team und der erkrankten Leiterin der Malteser Hospizdienste Monika Jost findet. In einer emotionalen Abschiedsrede lässt sie die vergangenen 24 Jahre Revue passieren:

Nach dem Studium der Sozialpädagogik, das Brigitte Windgätter nach ihrer Familienphase mit Mitte Fünfzig aufnahm, startete sie im Anerkennungsjahr 1995 bei den Malteser Hospizdiensten. Eine ihrer ersten Aufgaben war der Aufbau eines Tageshopizes. Nach dem Anerkennungsjahr blieb Brigitte Windgätter und arbeitete ab 1998 freiberuflich bei den Malteser Hospizdiensten. Ihr besonderer Einsatz galt unter anderem der Trauerbegleitung – Menschen sollten über den Tod ihrer Angehörigen hinaus begleitet werden. Daraus entstanden Angebote, wie das Trauercafé, Einzelbegleitungen, Gedenkgottesdienste oder Oasentage für Trauernde.

2001 luden Brigitte Windgätter und Monika Jost erstmalig zu einer Kindertrauergruppe ein, um auch den jungen Hinterbliebenen einen Raum zum Trauern zu schaffen. Seitdem gibt es eine monatliche Trauergruppe für Kinder. Neben der eigentlichen Hospiz-Arbeit war Brigitte Windgätter zudem immer im vertrauensvollen Kontakt mit Kolleginnen und Kollegen in Dortmund, die ebenfalls aktiv in der Trauerbegleitung waren und sind. Insbesondere mit Hedda Peters, Pfarrerin i. R. mit der sie 1998 den Arbeitskreis Trauerbegleitung in Dortmund gründete, der noch heute ein wertvolles Gremium zum Austausch, gegenseitiger Unterstützung und Reflektion ist.

Langjährig war Brigitte Windgätter in der Ausbildung der ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aktiv. Sie leitete viele Vorbereitungskurse und Praxisgruppen und führte verschiedenste Fortbildungsseminare durch. Überregional war sie zudem mehrere Jahre für die Malteser Akademie in der Qualifizierung Trauerbegleitung tätig. Noch im vergangenen Jahr konnten 12 ehrenamtliche Trauerbegleiterinnen und Trauerbegleiter unter ihrer Leitung den Grundkurs absolvieren und ab-schließen.

Besonders ihre engen Wegbegleiterinnen aus dem Team in der Amalienstraße werden sie vermissen. Jede Mitarbeiterin sprach einen persönlichen Dank aus und gemeinsam überreichten sie ein Abschiedsgeschenk. Sichtlich gerührt bestätigte Brigitte Windgätter, dass die ausgesprochen gute Atmosphäre und wertschätzende Zusammenarbeit sie stets motiviert und aufgefangen hat. Aber auch von Trauernden konnte sie lernen und erfahren, wie wichtig es ist, auf sich zu achten. Brigitte Windgätter hat in Zukunft genau das vor: auf sich und ihre Lieben, darunter auch ihre Enkel, zu achten und ihren vielen kreativen Hobbies, wie Malen, Tanzen und Reisen nachzugehen.

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