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Malteser Hospizdienste Dortmund

15 Jahre Ambulanter Kinder- und Jugendhospizdienst

2019 feierten bereits die Malteser Hospizdienste St. Christophorus in Dortmund ihr 25jähriges Bestehen. Aus diesem Dienst heraus entstand 2006 der Ambulante Kinder- und Jugendhospizdienst, der jetzt ebenfalls Grund zum Feiern hat.

21.08.2021
Die Koordinatorinnen des Malteser Ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienstes Annika Lorenzen, Karin Budde (beide links), Michaela Büschler (2. v. rechts), Oberbürgermeister Thomas Westphal, Malteser Diözesanleiter Wolfgang Penning (ganz rechts), Quelle: Stadt Dortmund

Erzdiözese Paderborn/Dortmund. In den 15 Jahren seit Gründung des Malteser Kinder- und Jugendhospizdienstes konnten rund 130 Familien begleitet und annähernd 70 trauernde Kinder unterstützt werden. Zudem wurden 120 Menschen zu qualifizierten Ehrenamtlern in der Begleitung betroffener Familien ausgebildet. Sie schenken mit ihrem Engagement kranken und sterbenden Kindern und ihren Familien Zeit und Zuwendung. Für das hauptamtliche Team um Leiterin Karin Budde ist es eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe: „Nur durch die Bereitschaft vieler Menschen, sich ehrenamtlich in der Hospizarbeit zu engagieren, ist unsere Arbeit und das Angebot, das wir den Familien machen, überhaupt erst möglich“, bedankt sich Karin Budde. Leider konnten Corona bedingt weder die haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitenden noch Freunde und Wegbegleiter zu einer Jubiläumsfeier eingeladen werden. Auch den Spendern und Förderern gilt der Dank; denn nur mit ihrer finanziellen Unterstützung kann der Malteser Kinder- und Jugendhospizdienst seine Arbeit allen Menschen kostenfrei anbieten.

Die Haupt- und Ehrenamtsteams haben die ganze Familie im Blick, besuchen und begleiten auf Augenhöhe und greifen aktuelle Themen auf. Wer braucht Unterstützung? Ist es das erkrankte Kind? Oder sind es die Geschwister? Was ist mit den Eltern? Auch Familien, in denen ein Elternteil schwer erkrankt ist, wird von dem Dienst unterstützt und begleitet. „Jeder Besuch ist anders, fordert anders“, erzählt Karin Budde, „manchmal sind die Ehrenamtlichen als Fußballprofis gefragt, manchmal als Konzert-, manchmal als Shopping-Begleitung, manchmal als Kummerkasten. Sie werden gebraucht zum Würfel spielen, Spazieren­gehen oder einfach als verlässlicher Mensch, der da ist.“

14 Kinder sind in den 15 Jahren verstorben. Ihre Namen stehen auf Erinnerungsstei­nen und liegen an einem besonderen Ort in den Räumen des KiJu-Hospizdienstes. Hinter jedem Namen verbirgt sich eine Geschichte, die nicht vergessen wird.

Besonders viel Aufmerksamkeit erhalten die Kinder- und Jugendhospizdienste stets am 10. Februar, dem Tag der Kinderhospizarbeit. Grüne Bänder, die in der ganzen Stadt verteilt wurden, drücken die Verbundenheit mit den erkrankten Kindern und ihren Familien aus. In diesem Jahr erstrahlte ganz Dortmund in Grün, der Farbe der Hoffnung.

„Wichtiger Bestandteil in Dortmund als Großstadt der Nachbarn.“

Daran kann sich auch Oberbürgermeister Thomas Westphal gut erinnern: „Es war großartig und berührend zugleich, wie viele sich an der Aktion der Kinder- und Jugendhospizdienste beteiligt haben. Ein leuchtendes Beispiel für Dortmund als Großstadt der Nachbarn. Öffentliche Gebäude und Unternehmen wurden grün angestrahlt, sogar der Florianturm leuchtete grün.“ Mittlerweile sei der Malteser Kinder- und Jugendhospizdienst aus Dortmund nicht mehr wegzudenken. „Das Angebot für die erkrankten Kinder und ihre Familien ist ein wichtiger Bestandteil unserer Stadt. Die betroffenen Menschen bekommen individuelle Hilfe und Unterstützung. Zugleich erfahren die Themen „Sterben, Tod und Trauer“ eine Enttabuisierung. Dies wird besonders durch die Projekte und Workshops an und mit Schulen gefördert“, sagt Oberbürgermeister Thomas Westphal.

 

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