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Malteser Hospizdienste Dortmund

Projekt "junge Menschen in der Sterbe- und Trauerbegleitung"

Hier entsteht etwas Neues

Wir haben die Chance ergriffen und sind einer der 12 Dienste, die beim bundesweiten Pilotprojekt „Junge Menschen in der Sterbe- und Trauerbegleitung“ mitmachen. Jeder Dienst startet mit einer Projektidee.

In den nächsten Jahren wollen wir, ein Team aus ehrenamtlich und hauptamtlich Mitarbeitenden der Malteser Hospizdienste in Dortmund, die Themen Sterben, Tod und Trauer auf Basis der eigenen Erfahrungen mit jungen Menschen bearbeiten und eigene Aktivität zu fördern. Wir möchten die Jugendlichen sensibilisieren für den Umgang mit Sterben, Tod und Trauer. Unter Förderung der eigenen Aktivität verstehen wir, Schüler*innen dazu anzuregen, in ihrem eigenen Umfeld oder Schulalltag Ideen umzusetzen. Diese Umsetzung möchten wir begleiten.

Initiator des bundesweiten Projektes ist die Fachstelle Hospizarbeit, Palliativmedizin und Trauerbegleitung der Malteser. Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Zudem besteht eine Kooperation mit dem Deutschen Hospiz und Palliativverband e.V. (DHPV). Die Universität Graz begleitet, berät und evaluiert das gesamte Vorhaben aus wissenschaftlicher Perspektive.


Mehr Informationen zum bundesweiten Projekt erhalten Sie bei der Fachstelle Hospizarbeit, Palliativmedizin und Trauerbegleitung der Malteser: https://www.malteser.de/hospizarbeit/junge-menschen-in-begleitungen.html

und in der Pressemittelung BMFSFJ: https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/aktuelles/presse/pressemitteilungen/pilotprojekt-fuer-mehr-juengere-ehrenamtliche-in-der-sterbe--und-trauerbegleitung-/134936


Malteser Hospizdienste in Dortmund reden mit Schülerinnen und Schülern der Geschwister-Scholl-Schule über Sterben, Tod und Trauer

Die Themen Sterben, Tod und Trauer waren lange Zeit aus dem Fokus der Öffentlichkeit verschwunden. Seit der Corona-Pandemie ist das anders. Trotzdem sind die Themen weiterhin Tabus, wirklich darüber geredet wird wenig. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Malteser Hospizdienste wollen darüber reden – und das auch mit jungen Menschen. „Wir haben bei unserer Arbeit immer wieder bemerkt, dass Jugendliche offen sind für die Themen Sterben, Tod und Trauer. Oft wurden wir von Schülerinnen und Schülern gefragt, wie sie sich beteiligen können“, sagt Annika Dönhoff. Sie ist Mitarbeiterin bei den Malteser Hospizdiensten und koordiniert in Dortmund das bundesweite Projekt „Junge Menschen in der Sterbe- und Trauerbegleitung“. Mit diesem Projekt will sie junge Menschen für die Anliegen der Hospizarbeit begeistern.

Ein Jahr lang hat ein Team aus ehren- und hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern an einem Konzept gearbeitet. Im Februar konnte Annika Dönhoff dann die Ideen präsentieren: „Dazu haben wir ganz verschiedene Menschen eingeladen: von der Trauerbegleitung, vom Schulsanitätsdienst der Malteser, Schulsozialarbeiterinnen und -arbeiter.“ So entstand der Kontakt zur Geschwister-Scholl-Gesamtschule. Die Schulsozialarbeiterin dort meldet sich auf die Einladung. „In den vergangenen Jahren hatten wir einige Todesfälle an unserer Schule und ich hatte das Gefühl, dass die Themen mehr Raum benötigen. Als ich das Angebot der Malteser gelesen habe, dachte ich sofort: Ja, da bewerbe ich mich jetzt!“, sagt Betty Förster-Knie.

Annika Dönhoff bezeichnet das als großes Glück. „Mit der Schule hatten wir einen Rahmen und konnten dort unsere Ideen unterbringen.“ Jeden Dienstag möchte das Team nun in einer AG mit den Schülerinnen und Schülern aus den 9. und 10. Klassen ins Gespräch kommen. Sie wollen über Sterben, Tod und Trauer sprechen, über die eigenen Erfahrungen mit dem Tod und zuletzt schauen, wie die Institution Schule eingebunden werden kann. „Diese Stunden haben wir noch nicht konkret geplant. Wir wollen mit den Schülerinnen und Schülern überlegen, wie sie weitermachen möchten“, erklärt Dönhoff. „Sie sollen sich das Projekt zu eigen machen.“

Und die Jugendlichen haben bereits Ideen: Sie wollen Menschen in ihrer Trauer unterstützen, Menschen kennenlernen, die mit dem Tod arbeiten, ein Bestattungsunternehmen besuchen und sich mit anderen Schulen vernetzen. Annika Dönhoff freut das: „Bei so vielen Vorschlägen geht mir das Herz auf.“ Die AG „Lets talk about death“ ist erst einmal digital gestartet. Wenn das Infektionsgeschehen es zulässt, wollen sich alle persönlich treffen. Das Projekt in Dortmund wird durch die ProFiliis-Stiftung und den Hospiz Freundeskreis St. Christophorus gefördert.

Autorin: Julia Knübel


Ermöglicht wird das Projekt durch:

Die ProFiliis-Stiftung

Den Hospiz Freundeskreis St. Christophorus e.V.


Ansprechpartnerin für das Projekt "junge Menschen"

Annika Lorenzen
Sozialarbeiterin B.A., Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerin pädiatrische Palliative Care
Tel. (0231) 8632902
Fax (0231) 8632905
Mobil. 0151 23892615
annika.doenhoff(at)malteser(dot)org
E-Mail senden

Weitere Informationen

Unser Spendenkonto: Malteser Hilfsdienst e.V.  |  Pax-Bank  |  IBAN: DE15370601201201216024  |  BIC / S.W.I.F.T: GENODED1PA7