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Malteser Hospizdienste Dortmund

Kinder- und Jugendhospizdienst

Der ambulante Kinder- und Jugendhospizdienst der Malteser …

  • begleitet Familien, in denen Kinder oder Jugendliche eine fortschreitende, lebensbedrohende oder lebensverkürzende Erkrankung haben: zuhause, in einer Pflegeeinrichtung, im Krankenhaus.
  • begleitet Kinder und Jugendliche schwersterkrankter Eltern oder Großeltern.
  • schenkt Zeit für Gespräche.
  • hat Zeit für die Geschwister und organisiert Treffen mit anderen Kindern und Jugendlichen.
  • sucht mit den Familien nach Möglichkeiten, sie im Alltag zu unterstützen und zu entlasten.
  • begleitet Kinder und Jugendliche in ihrer Trauer.

Unser Angebot ist unabhängig von Religionszugehörigkeit und Nationalität. Alle Angebote sind kostenfrei und unbürokratisch.


„Mehr Solidarität mit schwer kranken Kindern und Jugendlichen“

Malteser mit Aktion am Tag der Kinder- und Jugendhospizarbeit

Dortmund. Der 10. Februar ist der Tag der Kinder- und Jugendhospizarbeit. Aus diesem Anlass machte der ambulante Kinder-und Jugendhospizdienst St. Christophorus in Dortmund auf die Situation von Kindern und Jugendlichen mit lebensverkürzender Erkrankung aufmerksam. Zu einem abwechslungsreichen Abend mit Lesung und Musik kamen am Sonntag über 80 Interessierte in die Pauluskirche.

Wenn Kinder und Jugendliche lebensverkürzend erkrankt sind, brauchen sie und ihre Familien häufig Unterstützung. „Mit Aktionstagen wie heute wollen wir die Kinder- und Jugendhospizarbeit bekannter machen und Menschen für ehrenamtliches Engagement gewinnen“, sagte Karin Budde, Koordinatorin des Malteser Kinder- und Jugendhospizdienstes Dortmund am Rande der Veranstaltung. Ehrenamtlich tätige Hospizmitarbeiterinnen und -mitarbeiter begleiten die Familien während der gesamten Lebens-, Sterbe- und Trauerphase oft über Jahre hinweg. „Unser Ziel ist, das Thema Tod und Sterben von Kindern zu enttabuisieren und in die Mitte der Gesellschaft zu rücken.“

Grüne Bänder als Symbol der Verbundenheit mit betroffenen Familien

Highlights des Aktionstags waren eine Lesung aus dem Buch „Mein Jahr mit dem Tod“ der Regisseurin Heike Fink und musikalische Begleitung des Duos Rawsome Delights. Annika Doenhoff, ebenfalls Koordinatorin des Kinder- und Jugendhospizdiensts: „Als Zeichen der Verbundenheit haben wir grüne Bänder der Solidarität an den Kirchenbänken befestigt.“ Dieses Band drücke symbolisch den Wunsch aus, dass sich immer mehr Menschen mit den erkrankten Kindern und deren Familien verbinden und solidarisch zeigen.

Wer sich ehrenamtlich in der ambulanten Hospizarbeit engagieren möchte, meldet sich gerne unter Tel. 0231-8632902 oder per Mail an Karin.Budde(at)malteser(dot)org.

Die ehrenamtliche Arbeit der Malteser Hospizdienste finanziert sich über Spenden.

Spendenkonto:

Malteser Hilfsdienst e.V. 
Pax-Bank

IBAN: DE15 3706 0120 1201 2160 24
BIC / S.W.I.F.T: GENODED1PA7 

Weitere Informationen: www.malteser-hospizdienste-dortmund.de


Fabian und Ben* tauchen unter

Fabian, 10 Jahre, und Ben, 13, wissen: einer ihrer nahen Angehörigen ist unheilbar krank. Wenn Bruder oder Schwester, Mama oder Papa, Oma oder Opa unheilbar erkrankt ist, dann kann das die jungen Angehörigen emotional sehr stark belasten. Regelmäßig organisieren daher die Malteser Hospizdienste St. Christophorus in Dortmund kleine Auszeiten für junge Angehörige. Diesmal ermöglichte der Tauchsportclub Dortmund e.V. 1959 mit der Einladung zum Schnuppertauchen einen spannenden Abend.

Um 19:30 Uhr warten Fabian und Ben, beide absolut sportbegeistert, schon aufgeregt im Eingangsbereich des Hallenbads in Dortmund-Brackel. Auch ihre Väter sind mitgekommen. Wolfgang Wurm, erfahrener Taucher mit Trainer C Lizenz beim TSC Dortmund, begrüßt die vier. Da gerade Hochbetrieb herrscht, nimmt er die kleine Gruppe mit in eine ruhigere Ecke. Hier gibt es für die Schnuppertaucher direkt eine Einheit Theorie: Was bedeutet „Druckausgleich“? Warum ist das so wichtig und wie wird das genau gemacht? 

Doch grau ist alle Theorie. So geht es schnell weiter in die Umkleide und dann direkt an den Beckenrand: Flossen, Brillen und Jacket –Wolfgang Wurm sucht die passende Taucherausrüstung für die kleinen und großen Taucher aus. Die Aufregung steigt: Denn jetzt wird das Drucklufttauchgerät, bestehend aus einer Druckluftflasche, einem Atemregler und dem Jacket zusammengebaut. „Kann man damit wirklich Unterwasser atmen?“ fragen sich die beiden Jungs. Einige Bedenken stehen ihnen ins Gesicht geschrieben.

Doch dafür bleibt kaum Zeit: Mit Unterstützung von Vereinsmitgliedern ziehen sie die Ausrüstung an und dann geht es hinein ins Becken. An ihrer Seite sind drei erfahrene Taucher des TSC Dortmund. Eine Dreiviertelstunde lang gewöhnen sich die Schnuppertaucher an das Tauchen mit dem Druckluftgerät. Mit zunehmender Routine schwinden die Bedenken. Und dann kommt auch der Spaß nicht zu kurz: Unter Wasser spielen sie sich einen mit Salzwasser gefüllten Ball zu. „So tief bin ich noch nie getaucht“, berichtet Fabian stolz, als er zwischenzeitlich kurz auftaucht. An der tiefsten Stelle ist das Becken 3 ½ Meter tief.

„Wenn junge Angehörige mit anderen Kindern und Jugendlichen, die auch ein unheilbar erkranktes Familienmitglied haben, etwas unternehmen, einfach eine schöne Zeit erleben, dann nehmen sie eine tolle Auszeit. Das tut einfach gut“, sagt Annika Dönhoff Koordinatorin im ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst der Malteser in Dortmund. Sie freut sich, dass der Verein diese Auszeit ermöglicht. „Dabei genügt oft schon das Wissen, dass es den anderen in der Runde ähnlich geht und man nichts groß erklären muss.“

Fabian und Ben haben jedenfalls heute einen spannenden Abend gehabt. Als Erinnerung nehmen sie eine Tauch-Urkunde mit – und sogar Fotos, die mit einer speziellen Unterwasserkamera aufgenommen wurden.

Insgesamt begleiten die Hospizdienste der Malteser 11 minderjährige Angehörige von unheilbar erkrankten Menschen. Klettern im Hochseilgarten, Bogenschießen, gemeinsam Plätzchen backen oder eine Runde Monopoly spielen – die Malteser richten sich ganz nach den Bedürfnissen der jungen Menschen. Der nächste Aktionstag für junge Angehörige findet Anfang 2019 statt. Weitere Infos dazu unter

*Namen geändert

Autor: Frank Kaiser


Arbeitsgemeinschaft ambulante Kinder- und Jugendhospizdienste im Ruhrgebiet

Der Malteser Kinder- und Jugendhospizdienst in Dortmund begleitet derzeit 26 Familien in denen ein Kind oder Jugendlicher an einer lebensverkürzenden oder lebensbedrohlichen Erkrankung leidet. Die Begleitung erfolgt im häuslichen Umfeld der Familien. Dabei unterstützen die Mitarbeiter_innen die Familie individuell als Gesprächspartner, Ratgeber und Vermittler weiterer Hilfsangebote. Die Begleitung kann von der Diagnosestellung bis über den Tod des Kindes hinaus gehen.

Im Ruhrgebiet begleiten 9 ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienste in unterschiedlicher Trägerschaft. Sie  haben ihre Standorte im Ruhrgebiet bzw. in angrenzenden Städten und Gemeinden mit Orientierung zum Ruhrgebiet. In der Arbeitsgemeinschaft treffen sie sich regelmäßig zum kollegialen Erfahrungs- und Informationsaustausch. Ein wichtiger Bestandteil ihrer Arbeit ist die Verbreitung der Hospizidee sowie der spezifischen Inhalte der Kinderhospizarbeit in der Öffentlichkeit.

Auf dem Foto von links: Karin Budde (amb. Malteser Kinder- und Jugendhospizdienst, Dortmund), Ulrike Söth (amb. Kinderhospizdienst Sternentreppe, Caritas Hagen), Andrea Kleinefehn (amb. Kinder- und Jugendhospizdienst im Malteser Hospizzentrum St. Raphael Duisburg), Sandra Westhoff (amb. Kinderhospizdienst Recklinghausen, dt. Kinderhospizverein), Alexandra Rose (amb. Kinderhospizdienst Gladbeck, dt. Kinderhospizverein), Barbara Drepper (Kinderhospizdienst Sternentreppe, Caritas Hagen), Annette Weber (amb. Kinderhospizdienst Unna, dt. Kinderhospizverein), Kornelia Smailes (amb. Kinder-/Jugendhospizdienst Bergisch Land, Caritasverband Wuppertal/Solingen), Inge Plais (amb. Kinderhospizdienst im Kinder-Palli-Netzwerk Essen)



Was bedeutet Glück für mich?

 

Diese Frage wurde den Kindern und Eltern gestellt, die von unserem ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst begleitet wurden.
Aber auch Ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Dortmunder Bürgerinnen und Bürger haben wir diese Frage gestellt.

Statt einer mündlichen oder schriftlichen Antwort wurden die Befragten gebeten, eine Holzscheibe zu bemalen. Dadurch entstanden viele ganz unterschiedliche Kunstwerke.

Die "Glücksräder" wurden dann allen Interessierten während des Dankgottesdienstes, anlässlich des 10 jährigen Jubiläums des Malteser Kinder- und Jugendhospizdienstes Dortmund, präsentiert.


Weitere Informationen

Ihre Nachricht an uns

Kinder- und Jugendhospizdienst Dortmund

Tel. (0231) 8632902
Fax (0231) 8632905
dortmund.kinderhospizdienst(at)malteser(dot)org
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Unser Spendenkonto: Malteser Hilfsdienst e.V.  |  Pax-Bank  |  IBAN: DE15370601201201216024  |  BIC / S.W.I.F.T: GENODED1PA7